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Die
Renovierung der verfallenden Grabkapelle von Josef Rinnböck
und seiner Familie hat sich nun die vielseitige Künstlerin
und Friedhofsgärtnerin Traude Fritz zum Ziel gesetzt.
Die neugotische Kapelle steht auf dem Simmeringer Friedhof
unterhalb der Alt-Simmeringer Kirche und gehört zu den besonderen
Juwelen dieses Gottesackers. Leider ist die einst so wichtige
Familie schon seit langem ausgestorben und so verfällt die
romantische Kapelle, die mit ihren Strebepfeilern und Arkadenfenstern
ein herausragendes Beispiel neugotischer Kunst in Simmering
ist.
In
den Jahren ihrer Arbeit bei der Betreuung und Pflege von
Gräbern auf dem Simmeringer Friedhof ist Traude Fritz viele
Male an der Kapelle vorbeigekommen. Und dabei musste sie
mitansehen, wie die Kapelle immer unansehnlicher wurde und
dem Zahn der Zeit zum Opfer fiel.
Traude
Fritz ist in dritter Generation auf dem Simmeringer Friedhof
tätig. Ihr Großvater begann dort 1929 mit der gärtnerischen
Betreuung der Gräber. Davor war die Familie jahrhundertelang
in Pötzleinsdorf im heutigen 18. Bezirk ansässig, wo die
ersten Gärtner ihrer Familie schon im 17. Jahrhundert nachweisbar
sind. Es wird vermutet, dass die tatsächlichen Ursprünge,
welche auf eine Weinbaudynastie zurückgehen, zu den Rieden
an den Hängen des Wienerwaldes zur Zeit der Kelten zurückreicht.
Nach
ihrem Großvater und ihrer Mutter ist nun Traude Fritz auf
dem Simmeringer Friedhof tätig. Und einen Sinn für Kunst
hat sie immer schon gehabt. Schon als Kind zeigte sich ihre
hervorragende Stimme, und schon seit Jahren gibt die ausgebildete
Sängerin neben der Betreuung von Gräbern Konzerte. Ihre
kräftige Altstimme ist ihr Markenzeichen. Ihr Repertoire
spannt sich aber auch über Mozart- und Operetten- und Musicalmelodien
bis hin zu Frank Sinatra. Ihre Konzertreisen haben sie schon
in die Festspielstadt Salzburg und sogar bis nach London
geführt, wo sie die Ehre hatte, in Saint-Martin-in-the-Fields
auftreten zu dürfen.
Aber
nicht nur in der Musik drückt sich das künstlerische Talent
von Traude Fritz aus, sondern auch in der Fotografie. Ihre
Werke hat sie schon in einigen Fotokunst-Ausstellungen der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So verbinden sich in
ihrer Arbeit Kunst und Natur zu einem harmonischen Ganzen,
wobei die Ausgestaltung von Grabstellen immer im Vordergrund
stehen wird. Eine erstklassige Friedhofsgärtnerei "in
Schwung" zu halten, liegt ihr schon aus dynastischen
Gründen im Blut.
Mitstreiter
für ihr Vorhaben hat Traude Fritz schon gefunden. Jetzt
fehlen noch kunstsinnige Sponsoren, die bereit wären, die
erforderlichen Arbeiten zu finanzieren.
Wer
mehr über Traude Fritz wissen möchte, über Job, Lebensweg,
Preise, Auszeichnungen, Zeitungsberichte, Musik und Fotos,
kann sich auf der Homepage www.traudl.com informieren.
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