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Der Anordnung
Kaiser Josephs II. zur Schließung innerhalb von Ortschaften
befindlicher Kirchhöfe entkam der Bergfriedhof, dessen
Fläche 1784 "155 Quadratklafter" umfasste,
durch das Erfüllen zahlreicher Auflagen. Im 19. Jahrhundert
wurde der Friedhof laufend vergrößert. Im Jahre
1905 verfügte er bereits über eine Fläche
von 22.539 Quadratmeter. Die zwischen den Jahren 1896 und
1908 durchgeführten Erweiterungen wurden als "Neuer
Teil" bezeichnet.
Nach Ende des
Zweiten Weltkrieges waren zahlreiche Instandsetzungsarbeiten
notwendig geworden und es wurde eine Einfriedungsmauer in
der Länge von 325 Meter neu errichtet. Im Jahr 1962
wurde wegen der Errichtung des Kaiser-Ebersdorfer Sammelkanals
mit der Zuschüttung des mitten durch die Gräbergruppen
führenden Seeschlachtgrabens begonnen. Auch in der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es laufend
zu Umbauarbeiten und Erweiterungen.
Rinnböck-Kapelle
Auf dem Simmeringer Ortsfriedhof
befindet sich die neugotische Grabkapelle von Josef Rinnböck
und seiner Familie. Dem 1880 verstorbenen Gemeinderat ist
sogar eine Straße im Bezirk gewidmet, die Familie
gehörte zu den bedeutendsten im 11. Bezirk, ist aber
schon seit langem ausgestorben. Traude Fritz, Verwalterin
des Simmeringer Ortsfriedhofs, hat sich die Renovierung
dieses verfallenden Baujuwels zum Anliegen gemacht.
Fritz ist bereits
in dritter Generation auf dem Simmeringer Friedhof tätig
und hat sich daneben gänzlich der Kunst verschrieben.
Seit Jahren gibt die ausgebildete Sängerin Konzerte
(von Mozart bis Frank Sinatra), ihr Markenzeichen ist ihre
kräftige Alt-Stimme.
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